Wenn Menschen zum Alptraum werden

Eigentlich glaube ich immer an das Gute im Menschen. Oh ja, das tue ich. Ich liebe die verschiedenen Facetten eines jeden. Klar, ich kann nicht jeden Menschen leiden, weil es sowieso nicht jeder tut. Ich kann das auch gar nicht, weil ich kein verlogenes Miststück sein kann.

Kennst du diesen Menschen, der jahrelang an deiner Seite war und aufeinmal streitet ihr euch andauernd? Jedes Mal geht es um irgendein belangloses Thema. Ihr schaukelt euch beide so dermaßen hoch, sodass irgendwann jeder in seiner Ecke heult, falls beide solche Emotionen überhaupt ausleben können. Ich hasse es, wenn es darum geht, dass einer zu stolz ist, um normal mit einem zu reden.

Bei dieser Auseinandersetzung geht es nicht nur darum, dass wir uns streiten. Nein, es geht darum, dass wir uns wegen unserer Liebe füreinander streiten, die wir nicht ausleben können, weil jemand und das bin nicht ich, nicht bereit dafür ist. Einhundertfünfzig Schritte nach vorn getan und das Doppelte wieder zurückgegangen, wenn man merkt, dass man sich seinen Gefühlen hingibt.

Dann kommt jedes Mal dieser Scheiß von wegen „Ich tue dir überhaupt nicht gut, du kommst drüber hinweg, wenn wir alles abbrechen.“. Aha. Denkt er aber im Traum nur einmal daran, dass er es selbst beenden könnte? – Nein, das tut er nicht.

Ich hasse es, wenn Menschen über meinen Kopf hinweg entscheiden, was gut ist für mich. Fangt ersteinmal bei euch selbst an und bitte, denkt darüber nach, was ihr im Leben wollt. Andere Menschen und ihr dummes Gelaber kann euch einen feuchten Pups angehen.

Menschen können so wundervoll sein und manche Menschen können einem so unglaublich gut tun. Wohltuend und sozial, ehrlich und freundlich, liebevoll und sarkastisch.

Und dann verwandeln sie sich von heute auf morgen in ein Monster, das nach zwei oder drei Tagen wieder aus dem Körper desjenigen geflüchtet ist. Du bleibst einfach zurück und fragst dich, was das gerade gewesen sei.

Seit Tagen habe ich Kopfschmerzen und habe richtig krasse Konzentrationsstörungen. Ich kann kaum noch richtig schlafen und fühle mich so unendlich oft einsam ohne ihn. Ich weiß, dass es manchmal besser wäre keinen Kontakt mit ihm zu haben, dennoch ist er ein guter Freund, egal was da mehr zwischen uns beiden ist. Ich fühl mich so dermaßen ausgelaugt und unfähig noch irgendwas für meine Zukunft zu unternehmen.

Wenn Gesichter tausend Bände sprechen und du nicht mehr nachfragen musst, ob etwas in deinem Leben falsch läuft.

Kreatives Schreiben ~ Teil 3

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»Gerade verabschiedete ich meine manchmal nervige kleine Tochter und gab ihr ihren Emily Erdbeer-Rucksack. Meine Tochter heißt Mia und ist gerade mal fünf Jahre alt. Das ist ihr letztes Jahr im Kindergarten und dann heißt es „Ab in die Grundschule!“. Sie freut sich schon sehr auf die anderen nervigen Vollpfosten in ihrer Schule und ja, ich freue mich auch schon tierisch auf die Auseinandersetzungen zwischen mir und den Lehrern. Mia ist mir schon ziemlich heilig, aber wenn Lehrer anfangen mein Kind zu mobben oder nichts dafür tun, dass sie keine Minderwertigkeitskomplexe kriegen, würde ich mir für Mia wünschen, dass sie niemals geboren wäre. Wer zur Hölle will das auch mitmachen? Manchmal lässt sich der Scheiß auch nicht wirklich vermeiden, aber ich hasse sowas wie die Pest, da ich selbst oft gemobbt wurde.

Wo ich gerade dabei bin meinem Kind nichts Schlechtes zu wünschen. Keinem Kind der Welt wünscht man eine schlechte Erzieherin, aber Mia, ja Mia, meine arme kleine Mia hat eine so beschissene Erzieherin. Ich habe in meinen Träumen dieser Frau schon x-mal die Haare rausgerissen und ihre Augen zerstochen. Dann sah sie aus wie ein Zombie. Ihre Augen hingen an einigen Fäden aus ihrer Augenhöhle und sie schnurrte und schrie dabei irgendwie. Klang komisch, aber es war ein extrem befriedigender Gedanke und Anblick. Jetzt denkt ihr sicher, dass ich ziemlich ekelhaft und eine schlechte Mutter bin, aber da täuscht ihr euch. Ganz ehrlich? Eure Meinung ist mir sowieso egal, das interessiert mich wie einer der Staubkörner auf meinem Fernseher.

Ich hasse es zu putzen und das weiß meine Mia auch, deswegen ist sie immer so lieb und erinnert mich daran, dass sie fast in ihrem Zimmer erstickt. Hachja, meine kleine Mia! Sie ist schon ziemlich selbstständig. Nein ok, das war ein Scherz! Immer wenn ich anfange zu putzen und sie dabei ist, dann kreischt sie immer rum und will unbedingt mit mir putzen. Stellt euch diesen Anblick vor… eine kleine Fünfjährige steht da mit einem nassen Putztuch und wischt ihren Maltisch ab. Zuckersüß!

„Bis nachher Mia! Du hast heute sicher einen tollen Tag.“, sagte ich zu ihr und streichelte ihren Kopf noch einmal. Sie strahlte über ihr ganzes Gesicht und setzte sich gleich zu dem Jungen Justin. Justin war schon ein Schwerverbrecher, denn er hatte genau solche Charakterzüge. Manchmal zog er Mia so heftig an den Haaren, sodass sie eine riesige, kahle Stelle an ihrem Kopf hatte. Schön war dieser Anblick ganz sicher nicht! Das Letzte was ich von ihr sah war, dass sie gerade ihre Fingerchen in die Kiste voller Malstifte steckte.

Chef wusste, dass ich Mia jeden Morgen zur Kita brachte und war auch mit mir zufrieden, wenn ich mal nicht so effektiv wie immer arbeitete. Heute war es relativ frisch und ich hatte einen blauen Mantel an. Ich liebe Mäntel mit Knöpfen und dieser war ein absoluter Traum. Schon in der Nähe des Bahnhofs sah ich den Zeitungsmann auf seinem Stuhl sitzen und bibbern.

– „Guten Morgen, einen Kurier bitte!“

– „Kommt sofort gnädige Frau. Das macht 70 Cent!“«

Wie gefällt euch der Teil?

Eure Sarah ♥