[Rezension] Zeilen deiner Liebe von Timothy Lewis

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Zeilen deiner Liebe”
Autor: Timothy Lewis
Verlag: LÜBBE GmbH Verlagsgruppe
320 Seiten, Gebunden
Leseprobe?
EAN: 206004134028
Preis: 14,99€ [D]
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»Jeden Freitag eine Postkarte. Jeden Freitag ein Gedicht. Jeden Freitag – sechzig Jahre lang. Bei einer Haushaltsauflösung stößt Adam Colby auf ein altes Fotoalbum. Doch es enthält keine Fotos, sondern unzählige Postkarten mit Gedichten. Die romantischen Verse stammen allesamt aus der Feder von Gabe Alexander, der seiner Frau Pearl sechzig Jahre lang jeden Freitag eine Poskarte geschickt hat. Die tiefe Verbundenheit zwischen Gabe und Pearl lässt Adam, der selbst frisch geschieden und von der Liebe enttäuscht ist, nicht mehr los. Stück für Stück rekonstruiert er ihre Geschichte, um so dem Geheimnis ewiger Liebe auf die Spur zu kommen … Ein wunderbarer Roman über die Liebe.«

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Die Geschichte von Timothy Lewis, dessen Idee übrigens auch einigen wahren Tatsachen entspricht, war für mich ein Genuss. Ein Genuss des Lesens, weil die Geschichte so bezaubernd und unglaublich lehrreich für mich war. Adam Colby sucht nach den richtigen Zutaten, um eine erfolgreiche Beziehung zu führen, weil seine Exfrau ihn verlassen hat. Bei der Haushaltsauflösung der Alexanders, die übrigens die Hauptpersonen in dem ganzen Buch spielen, findet Adam Postkarten. Ab dem Moment geht die Reise viele viele Jahrzehnte zurück und Adam möchte unbedingt wissen, was das Geheimnis der Alexanders war, weswegen ihre Liebe so lang aufrecht erhalten werden konnte.

»Ich soll meine beste Karte so lange behalten, wie ich kann, und nicht dem Geber die Schuld geben, wenn ich verliere. Kann aber ein bisschen haarig sein, die beste Karte zu erkennen. Die Frage ist … wie weiß man, welche man behält und welche man abwirft?« [Seite 16]

Gabe Alexanders ist ein kleiner Buchhalter und irgendwann als er die wunderschöne Huck Huckabee bedient und ihr Austern verkauft, verlieben sie sich beide auf den ersten Blick. Auch, wenn es in der Geschichte noch viele weitere Momente geben muss, bevor die Wege sich wieder kreuzen. Seitdem sind sie verliebt wie eh und je. Vor allem habe ich wirklich andauernd gemerkt, wie sehr ich mit Huck doch mitgefiebert habe, da sie eine Frau mit vielen Gefühlen ist. Gabe ist aus meiner Sicht ein wundervoller Mann, denn sowas würde heutzutage wahrscheinlich niemand mehr machen. Eine Frau derart zu überraschen und das über Jahre hinweg.

»Das Lächeln einer Frau ist ein Geschenk, Charlie. Das schönste Geschenk, das ein Mann kriegen kann.« [Seite 22]

»Wir hüpfen von einer Phase zur nächsten, bis wir keinen Schwung mehr haben. Unsere Herzen hören auf zu schlagen, aber die Wellen unseres Handelns kehren zu jenen zurück, die uns lieben. Manche mit einem sanften Spritzer, andere schäumend und krachend.« [Seite 168]

Andauernd musste ich mit Gabe und Huck mitlachen und -schmunzeln, manchmal trieb mir die Story wirklich Tränen in die Augen, weil es einfach so rührend ist. Vor allem wurde trotz der ganzen Romantik immer wieder ein wenig Pepp in das ganze Buch gebracht, sodass ich immer wieder überrascht wurde. Genauso überrascht wie Huck es war, wurde ich von Timothy Lewis überrascht. Ich durfte eine Reise in die Köpfe der beiden Liebenden machen und die Sicht eines einsamen Adam Colbys erleben, sodass ich viel aus dem Buch und dessen Geschehen für die Zukunft lernen konnte.

fazit-bannerZum Abschluss kann ich nur sagen, dass mich dieses Buch, obwohl es ein Liebesroman ist, wirklich überzeugen. Ich hoffe doch sehr, dass ich mich vor der “Reduzierung auf den kleinsten gemeinsamen Nenner” bewahren kann und somit eine wundervolle Zeit mit meinem zukünftigen Partner haben werde, den ich irgendwann treffe. Ich hoffe vor allem, dass dies auch jemand ist, der mich verzaubern kann, immer wieder überrascht und mein Seelenverwandter ist. Ich werde meine Karten mit gutem Gewissen ausspielen.

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[Hänger] Eine begeisterte Sarah ist eine gute Sarah!

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In letzter Zeit bin ich oft an Sachen hängen geblieben, die mir wichtig erscheinen. Diese möchte ich euch heute einmal näherbringen.

Bei welchen Büchern seid ihr im Juni hängen geblieben oder wo sagt ihr, dass euch dieses Buch schon die ganze Zeit im Kopf hing, egal wann ihr es entdeckt habt?

 

Quelle: http://www.script5.de – Ein Klick aufs Bild führt euch zum Buch!

Ich habe mir vor Kurzem den Trailer angeschaut und glaube wirklich sehr, dass dieses Buch etwas ganz Besonderes in sich trägt. Eine Botschaft, die es bisher noch gar nicht so gab. Vor allem lässt der Trailer auch vieles offen und zur Interpretation viel Spielraum. Ich persönlich finde, dass es wichtig ist sich oft in Büchern wiederzufinden und genau das empfinde ich schon beim Trailer. Ich bin wirklich sehr gespannt, wie das Buch wirklich ist und welche Geschichte es für mich bereithält! Es landet auf jeden Fall auf meiner Wunschliste.

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Moin – Pfote stellt sich vor

Moin!

Dem aufmerksamen Leser mag aufgefallen sein, dass der letzte Post nicht von Sarahsuperwoman ist. Der zweite Gedanke war dann vermutlich: Wer ist denn Pfote92? Nun, das bin ich. Und jetzt seid ihr vermutlich genausoweit wie vorher.

Da ich mich so ungefragt auf diesem Blog einschleime, möchte ich nicht als unbekannte Schmarotzerin enden. Also mein Name ist Pfote und ich lese gern. Allerdings habe ich noch nie selbst rezensiert oder gebloggt. Das habe ich erst von Sarah gelernt, die mir dann freundlicherweise anbot, ihren Blog mit mir zu teilen. Kennengelernt haben wir uns in der Berufsschule. Das Blog-Angebot kam dann mit dem letzten Buch: „Moin“.

Aufmerksam bin ich auf dieses Buch geworden, weil ich selbst ein Nordlicht bin und ein vertrautes “Moin” mich so fern der Heimat einfach magisch anzieht ;-) Daraufhin überließ mir Sarah das Buch und im Gegenzug nahm ich ihr die Rezension ab. Und jetzt bin ich hier.

Über Kommentare, Meinungen, Lob, Kritik etc freue ich mich immer sehr. Natürlich würde ich auch gerne wissen, ob ich hier unerwünscht bin oder ob ihr mehr von mir lesen möchtet.

Noch Unklarheiten? Fragt mich aus!

Pfote

[Rezension] Moin – Ein Fastostseeküstenroman von Richard Fasten

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“Moin – Ein Fastostseeküstenroman”
Autor: Richard Fasten
Verlag: Ullstein
320 Seiten, Taschenbuch
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ISBN: 978-3-548-28569-6
Preis: 9,99€ [D]
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Provinzpolizist Boris Kröger hat es nicht leicht. Kaum geschieht im beschaulichen Altwarp am Oderhaff mal ein Mord, schon steht das Dorf Kopf! Von wegen Sonne, Strand und glasklare Beweisketten: In Altwarp herrscht Anarchie! Oma Machentut terrorisiert mit ihrem Rollator die Straßen, der einzige Fischer im Dorf stammt aus den Bergen Anatoliens, und eine Krimi-Autorin sucht Inspiration. Dabei hat Boris mit dem Mord an seinem ehemaligen Schulkameraden genug zu tun. Hier an der Fast-Ostseeküste ist die Welt wirklich nicht mehr in Ordnung. Zum Glück aber haben die stolzen „Hinterküstler“ noch jedem Mordswetter getrotzt!

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Man nehme einen mürrischen Dorfpolizisten, der eigentlich immer nur Protokolle schreibt. Fügt man eine spitzfindige Kriminalschriftstellerin aus Berlin, eine durchgeknallte Oma sowie deren Freund, der als wandelnde Zitat-Sammlung sein Leben fristet, hinzu und platziert sie in einem Dorf, in dem niemand normal ist, so erhält man ein herrlich skurriles Ensemble an Figuren.

„Beim Kirchner ist wahrscheinlich rund um die Uhr Kindergeburtstag unter der Hirnschale. Mit topfschlagenden Synapsen und Blinde-Kuh-spielenden grauen Zellen.“ [S. 235]

Zu Anfang erschien es mir fast ein bisschen viel des Guten, jedoch steigerte sich die Qualität im Laufe des Buches stetig. Die Auflösung war letztendlich so verquer, dass ich in meinen kühnsten Träumen nicht darauf gekommen wäre! Schön finde ich auch, wie der Autor mit Aussagen wie „Oder so.“ und „Von mir aus.“ die Macht-doch-was-ihr-wollt-Haltung der Hauptfigur mit wenigen Worten deutlich macht.

„Es gibt wahrlich Schlimmeres. Mir fällt nur gerade nichts ein.“ [S. 13]

Bei einem Punkt bin ich mir allerdings nicht sicher, wie realistisch der ist, und das stört mich ein wenig: Das gesamte Buch spielt sich in nur wenigen Tagen ab. Dass ein Polizist am Donnerstag in einen Kriminalfall stolpert und ihn am Samstag bereits vollständig gelöst hat, halte ich doch für eher unwahrscheinlich.

Außerdem habe ich bis zum Schluss nicht herausgefunden, warum auf dem Cover ein Mops in einem Rettungsring abgebildet ist – im ganzen Buch kommt kein einziger Mops vor.

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Trotz des kleinen Logikfehlers hatte ich großen Spaß beim Lesen und wurde vom Ende wahrhaft überrascht. Und durch den Kommentar „Der erste Fall für Provinzpolizist Boris Kröger“ auf der Rückseite des Buches wird „Moin“ zum vielversprechenden ersten Band einer neuen Krimi-Reihe. Somit hat das Buch volle 5 Herzen verdient und ich freue mich auf den nächsten Band!

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